Die Eurasier-Zuchtstätte im Kraichgau


                    Allegro vom Heiligkreuz *24.05.1995 +19.02.2003

 

Prado - Baghira du Chateau D'Aguilar *21.05.1999 +17.11.2005

                     Gira vom Katharinenholz *18.02.2000 +27.06.2013

 

 

Diesen Text hat mir eine liebe Freundin nach dem Tod von Gira auf meine Seite gesetzt und ich habe es heute zufällig wieder entdeckt und es könnte nicht besser ausgedrückt werden!

 

 

Brief jenseits vom Regenbogenland

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Du warst bei mir bis zum Ende.


Und auch nachdem ich schon gegangen war,
hast du mich noch eine Weile gehalten.


Ich sah dich weinen.


Ich würde dir so gerne sagen, dass ich alles verstanden habe.


Du hast diese letzte Entscheidung nur für mich gefällt.


Und sie war weise.

 

Es war Zeit für mich zu gehen.


Ich danke dir für dein Verständnis.


Niemand wird meinen Platz einnehmen.


Aber die, die nach mir kommen, brauchen die Liebe und Zuneigung
so, wie ich sie hatte.

 

Du denkst immer an mich.


Das sind Momente, wo du so unendlich traurig bist.


Bitte, denk nicht voller Trauer zurück.


Denke nur daran wie glücklich wir waren.

 

Und wenn die nächsten Wegbegleiter dich für immer verlassen müssen,
dann werde ich an der Regenbogenbrücke auf sie warten.


Ich werde ihnen danken, dass auch sie dich glücklich machten.


Und ich werde auf sie aufpassen - für Dich!

 

Ich danke dir dafür, dass

Du mich geliebt hast


Du für mich gesorgt hast
und Du den Mut hattest


mich mit Würde gehen zu lassen.

 

Dein treuer Wegbegleiter...Gira 

 

                Bayka von der Ravensburg *26.04.2004 +10.04.2014 

Dunkelheit brach über uns herein

Die Zeit stand still

als Ennio den Weg über die Regenbogenbrücke antrat und nun als der hellste aller Sterne am Firmament leuchtet.

Mein Bub <3 <3 <3 

UND PLÖTZLICH SIND SIE ALT...…

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Irgendwann in unserem Leben mit Tieren kommt der Tag, an dem

 

wir unausweichlich feststellen müssen, dass unser Tier ALT ist.

 

Lange haben wir versucht, die kleinen Zeichen zu ignorieren, die

 

grauen Härchen um die Nase haben schließlich auch schon ganz

 

junge Hunde… Oder täuscht das Licht?

 

Doch dann ganz plötzlich, fast wie über Nacht, wachen wir auf aus 

 

unserem Traum, dass alles einfach immer so bleibt, wie es ist,

 

sehen ganz deutlich den grauen Schleier, der sich über Fell und

 

Augen gelegt hat. Oder wir werden herausgerissen aus dieser

 

unbeschwerten gemeinsamen Zeit, wenn unser Liebling plötzlich

 

beim Rennen mit den Hinterbeinen wegknickt, langsamer von

 

seiner Decke aufsteht oder auf das Rascheln der Leckerlietüte in

 

der Küche nicht reagiert. Vielleicht werden wir uns auch erst durch

 

den Tierarzt, der uns besorgt beiseite nimmt, der Endlichkeit des

 

Lebens bewusst…

 

Spätestens dann fangen wir an, unsere Tiere ganz anders

 

anzusehen! Liebevoll streift unser Blick über ihren Körper, wir

 

suchen nach Bestätigungen für ihr Wohlbefinden oder auch nach

 

Anzeichen der Krankheit, die in ihnen tobt. Sorgenvoll beobachten

 

wir jede kleine Veränderung, jede Appetitlosigkeit macht uns Angst.

 

Und während er da so im Garten liegt, möchten wir jeden

 

Sonnenstrahl einladen, die müden Glieder unseres Weggefährten

 

zu erwärmen, das Licht bitten, mit seiner unendlichen Kraft jede

 

Faser des geliebten Körpers zu durchströmen.

 

Wir wählen die Wege sorgsamer als früher, die Berge weichen

 

kleinen Hügeln. Es sind langsamere Spaziergänge, auf denen wir

 

unseren Gedanken nachhängen - anders als früher-, ruhen unsere

 

Augen sanft auf seinem Körper, prägen sich jede Kleinigkeit, jede

 

Stelle ein, um sie festzuhalten, für die Zeit danach. Jede Zelle

 

unseres Körpers ist so eng mit dem anderen verbunden,

 

verkörpern unser gemeinsames Leben, die vielen Erlebnisse und

 

Erinnerungen… „Immer warst du dabei!“ … und es tut schon fast

 

weh, auch nur daran zu denken, dass der, der da neben uns geht,

 

irgendwann nur noch im Geiste bei uns sein wird.

 

Wir ertappen uns dabei, dass wir ängstlich nachschauen, wenn er

 

morgens mal nicht erwartungsvoll neben uns steht. Beruhigt

 

stehen wir dann neben seinem Bett und beobachten das

 

entspannte Heben und Senken der Brust eines tief schlafenden

 

Hundes, der in letzter Zeit öfters den Wecker verpasst. Wir geben in

 

jedes Essen, das wir von nun an bereiten, so viel Liebe mit hinein,

 

werden wählerisch, achtsam, möchten all die guten Sachen

 

hineingeben, die den Zeitpunkt in unendliche Ferne rücken

 

könnten…

 

Immer öfters kommt es vor, dass unser geliebtes Tier mit

 

abwesendem Blick irgendwo in einer anderen Welt zu sein scheint,

 

als ob es schon mal dort drüben auf den grünen Wiesen

 

schnuppert… „Komm, erzähl mir von dort, wo wir uns irgendwann

 

wieder sehen!“ möchten wir sagen. Es braucht keine Worte mehr,

 

wir verständigen uns über lange Blicke, in denen wir tief in den

 

Augen des anderen versinken. Ohne zu zwinkern tauchen wir ein in

 

einen Dialog, der so oft die unausgesprochene Frage enthält: „Was

 

mach ich, wenn du nicht mehr hier bist?“ Und es kommt die

 

Antwort: „Aber ich bin noch hier.“ „Aber du musst irgendwann

 

sterben?!“ Und zurück kommt: „Wir alle müssen irgendwann

 

sterben!“ … So gelassen, dass wir gleichzeitig lachen und heulen

 

könnten.

 

Wir haben das Gefühl, dass es noch so viel zu sagen gibt und

 

plötzlich kommt die Angst, dass die Zeit nicht reichen wird. Denn

 

der Tod sitzt auf unserer linken Schulter und die Uhr tickt

 

unaufhaltsam weiter, für uns, die wir mit Tieren zusammen leben

 

und diese in der Regel auch überleben werden. Aber auch unsere

 

eigene Uhr tickt unaufhaltsam! Wenn jemand diese unsere Uhr an

 

die Wand hängen würde, genau da hin, wo wir sie immer sehen

 

können, und sie würde von einem statistisch zu erwartenden

 

Lebensalter an rückwärts ticken, dann würden wir jede Sekunde

 

unseres Lebens plötzlich als so wertvoll erachten, wie sie ist. Wir

 

würden nicht so viel Zeit einfach vergeuden, sondern versuchen,

 

jeden Augenblick das Beste draus zu machen… wie unsere Tiere!

 

Die Zeit mit unseren alten Tieren ist etwas ganz Besonderes! Es ist

 

eine Zeit der Erkenntnisse, die wir durch ihre unendliche Weisheit

 

über uns und über das Leben erfahren! Wir sollten jeden

 

gemeinsamen Tag, jede Stunde genießen, denn heute ist nicht DER

 

Tag, also sind wir einfach dankbar und glücklich über jeden

 

weiteren!

 

Text: Sylvia Raßloff (tiere-verstehen.com)